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"Alarmstufe Rot für Unis" – Zehntausende protestieren in Wien

Unter dem Motto "Alarmstufe Rot – #UnisRetten" sind am Donnerstag Zehntausende Studenten, Universitätsbeschäftigte und Unterstützer in Wien auf die Straße gegangen.

Anlass war das von der österreichischen Bundesregierung beschlossene Universitätsbudget von rund 16 Milliarden Euro für die Jahre 2028 bis 2030. Die Universitäten hatten mindestens 18 Milliarden Euro gefordert, um die erwarteten Preis- und Gehaltssteigerungen auszugleichen. Dies entspricht einer realen Kürzung von rund zehn Prozent durch die Regierung. Ein Postdoktorand warnte, die Sparmaßnahmen könnten zahlreiche Arbeitsplätze kosten.

Die von der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) organisierte Demonstration begann vor der Technischen Universität Wien am Karlsplatz und führte als Marsch durch die Innenstadt. Die Hochschulen warnen vor dem Abbau zahlreicher Stellen sowie erheblichen Einschränkungen in Lehre und Forschung. Auch die Studienbedingungen und die Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses seien gefährdet.

Auch in anderen europäischen Ländern kommt es derzeit zu teils massiven Bildungsprotesten. In Griechenland demonstrierten Tausende gegen die Unterfinanzierung des Bildungswesens und steigende Lebenshaltungskosten. In Frankreich und Belgien führten Proteste gegen Sparmaßnahmen und höhere Studiengebühren zu Schulblockaden und Unruhen. Auch in Italien und weiteren europäischen Ländern verbindet sich der Protest gegen Einschnitte im Bildungsbereich zunehmend mit Kritik an der Sparpolitik der Regierungen.

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