Thailand: Vorerst keine Ausreisesteuer für Touristen

Das thailändische Finanzministerium hat jüngst einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Einführung einer Ausreisesteuer von 1.000 Baht (ca. 27 Euro) für Flugpassagiere vorsieht, die das Land verlassen. Nun sei die Abgabe auf Eis gelegt worden, berichten lokale Medien.  

Anfang Oktober haben die Behörden in Thailand angekündigt, eine zusätzliche Steuer von zunächst 1.000 Baht pro Person bei der Ausreise mit dem Flugzeug zu prüfen. Auch ausländische Feriengäste könnten davon betroffen sein, hieß es.

Die Regierung habe nun die Einführung der Steuer verschoben, berichten lokale Medien unter Berufung auf den thailändischen Finanzminister. Dies sei darauf zurückzuführen, dass der Verband einheimischer Reisebüros die neue Abgabe abgelehnt hatte, da sie erhebliche finanzielle Verluste befürchteten, heißt es in den Medienberichten.

Nach Schätzungen des Verbands könne die zusätzliche Steuer zu einem Rückgang der jährlichen Tourismus-Einnahmen um 50 bis 150 Milliarden Baht (1,32 bis 3,97 Milliarden Euro) führen. Dabei dürfe die Steuer selbst dem Land den Berechnungen des Finanzministeriums zufolge jährlich 1,36 Milliarden US-Dollar (rund 1,21 Milliarden Euro) einbringen.

Der thailändische Finanzminister Ekniti Nitithanprapas begründete die Entscheidung, die Abgabe auf Eis zu legen, auch damit, dass die Energiepreise sowie die Betriebskosten der Fluggesellschaften vor dem Hintergrund der Spannungen im Nahen Osten angestiegen seien.

Wie Medien zuvor berichteten, sollten von der Zahlung der neuen Gebühr Mitglieder der Königsfamilie, internationale Transitpassagiere, die den ausgewiesenen Transitbereich des Flughafens nicht verlassen, sowie Kinder unter zwei Jahren befreit werden. Zudem blieben Mitglieder von Staatsdelegationen, ausländische Staatsoberhäupter und im Dienst befindliche Besatzungsmitglieder von der Abgabe befreit.

Vom 1. Januar bis zum 17. Oktober 2026 empfing Thailand 24,42 Millionen internationale Reisende, was Einnahmen in Höhe von 1,19 Billionen Baht (32 Milliarden Euro) einbrachte. Die meisten Touristen (4,14 Millionen) kamen aus China ins Land, gefolgt von Malaysia mit 3,10 Millionen und Indien mit 1,84 Millionen Touristen.  

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